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Oskar Schneidewind - der Bäcker in Hamburg

Das Jahr 1945, in dem der Zweite Weltkrieg beendet wurde, ist nicht nur das Jahr, in dem der Grundstein für eine neue Gesellschaftsordnung in Deutschland und der gesamten Welt gelegt wurde, sondern auch das Geburtsjahr von Oskar Schneidewind, der am 17. Dezember 1945 im Schleswig-holsteinischen Kappeln das Licht der Welt erblickte.

Die Kindheit von Oskar Schneidewind war geprägt von Entbehrung und einem ständigen Kampf für ein besseres Leben. Martha Schneidewind die Mutter von Oskar Schneidewind, die ursprünglich aus Schlesien stammte und sich in den letzten Kriegstagen mit ihren beiden Töchtern Helene und Pauline hochschwanger bis nach Kappeln durchschlagen konnte, musste ihre 3 Kinder alleine großziehen, da ihr Mann Georg Schneidewind kurz vor Kriegsende in russische Gefangenschaft geriet, aus der er nicht mehr wiederkehrte.
Durch diese prekären Lebensumstände war Oskar Schneidewind schon früh gezwungen etwas zu dem Lebensunterhalt seiner Familie beizutragen und beendete mit 16 Jahren die Schule, um bei dem örtlichen Bäcker in die Lehre zu gehen.

Die ursprünglich aus der Notwendigkeit heraus Geld zu verdienen begonnene Lehre weckte aber alsbald das Interesse von Oskar Schneidewind, der sich zunehmend mit dem Bäckerhandwerk identifizieren konnte und einen großen Ehrgeiz entwickelte, seine Lehre erfolgreich abzuschließen. Sein Talent blieb auch seinem Lehrherren Bäckermeister Petersen nicht verborgen, der ihn nach Kräften förderte und nach bestandener Lehre übernahm. Nach mehr oder weniger glücklichen Jahren als Bäckergeselle bei Bäckermeister Petersen in Kappeln, ging Oskar Schneidewind 1967 durch die Vermittlung seines Lehrmeisters und Förderers nach Kiel, um dort in einer größeren Bäckerei seine Handwerkskunst weiter zu entwickeln. Das Engagement in Kiel war aber nicht von langer Dauer, da es Oskar Schneidewind nach nur einem Jahr weiter zog in das niedersächsische Hildesheim, wo seine Mutter inzwischen bei seiner älteren Schwester Pauline und ihrem Mann lebte.

Aber auch sein Aufenthalt in Hildesheim währte nicht allzu lang, da ihn sein Weg bereits 1969 nach Hamburg führte, wo er weiterhin beruflich erfolgreich war und 1972 seine spätere Ehefrau Anke kennenlernte, die mit ihren Eltern über seiner Hamburger Arbeitsstelle wohnte. 1976 nach der Geburt seines ersten Sohnes Sebastian übernahm Oskar Schneidewind eine eigene Bäckerei in Reinbek bei Hamburg und war sehr schnell erfolgreich. Auch privat war diese Zeit äußerst glücklich, da 1980 sein zweiter Sohn Fabian in das Leben der Familie trat.

Das größte Glück für Oskar Schneidewind war es aber, dass seine beiden Söhne ihm beruflich nachfolgten und die Bäckerei in Reinbek im Jahre 2011 übernahmen und erfolgreich weiterführen.

Text: ULI BECK & TEAM
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