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Konrad der Jazzer

 

Konrad war schon immer musikbegeistert. Dank seines Vaters kam er schon in seiner frühen Kindheit mit Musik in Kontakt. Ein altes, leicht verstimmtes Klavier stand im Haus seiner Eltern, auf dem sein Vater jeden Sonntag für einige Stunden klassische Musik zu pflegen spielte. Chopin, Debussy, Ravel und Satie – sein Vater liebte die zarte, romantische Seite des Impressionismus. Und Konrad liebte es seinem Vater zu lauschen. Mit einer Wolldecke kuschelte er sich jeden Sonntag auf die Couch und hörte den Klängen des Klaviers aufmerksam zu.

Es dauerte nicht lange, bis Konrad selbst Klavierstunden nahm. Dabei entdeckte er schnell sein Interesse für Blues, Ragtime und Jazz. Nachdem er in seiner Zeit am Gymnasium in der Big Band der Schule spielte und nebenbei mit einigen Freunden zusammen Musik machte, legte ihm seine Klavierlehrerin ein Musikstudium ans Herz. Ohne Probleme schaffte er die Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule in Köln und studierte dort über 8 Jahre. Dabei spezialisierte er sich nicht nur auf Jazz Musik, sondern auch auf Komposition und Tonsatz. In diesen Jahren lernte er auch seine spätere Frau Sybille kennen, eine Flötistin. Beide zogen nach ihrem Abschluss gemeinsam nach München, wo Konrad für mehr als 40 Jahre als Klavierlehrer an einer renommierten Musikschule arbeitete. Nebenbei tourte er mit einer kleinen Jazz-Kombo durch ganz Deutschland und spielte über 300 Gigs.

Mittlerweile ist Konrad 73 Jahre alt, zurück in Köln und schon länst pensioniert. Doch die Musik spielt immer noch eine tragende Rolle in seinem Leben. Sein bester Freund besitzt eine kleine, urige Kneipe, in der fast jedes Wochenende verschiedene Musiker für eine Live Improvisation zusammen kommen. Natürlich ist auch Konrad jedes Mal dabei und haut in die Tasten. Er liebt es Stücke von Al Jarreau, Miles Davis, Louis Armstrong oder Glenn Miller zu spielen und strahlt jedes Mal, wenn er hinter dem Flügel sitzt. Auch ist Konrad inzwischen zweifacher Opa. Jedes Mal, wenn seine beiden Enkelkinder zu Besuch kommen, setzt er sich mit ihnen ans Klavier und versucht ihnen kleine Melodien und einfache Akkorde beizubringen, damit sie später einmal in die Fußstapfen ihres Großvaters treten können.

 

Text: ULI BECK & TEAM

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